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Für jeden Anwendungsbereich gibt es ein passendes Zelt. Vor dem Kauf sollte man sich daher die Einsatzbedingungen genau vorstellen:

  • Wie viele Leute sollen im Zelt schlafen / sitzen / stehen können?
  • Möchte man getrennte Schlafbereiche?
  • Soll im Zelt gekocht werden?
  • Reist man mit viel oder wenig Gepäck?
  • Müssen Bikes untergestellt werden?
  • Muss das Zelt weit getragen werden?
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NUTZBARE FLÄCHE

ist durch die Schrägen eingeschränkt, realistisch nutzbar ist der Raum mit einer Höhe von 40 cm und mehr. Apsiden (vom Außenzelt überdachte Bereiche) bieten Platz für Gepäck, Bikes und Ausrüstung.

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VERARBEITUNGSQUALITÄT

die Nähte sind dafür entscheidend. Im Idealfall sind die Bahnen überlappend mit zwei parallelen Nähten verbunden. Wichtig ist eine langsame Nähgeschwindigkeit, da eine heiße Nadel das Gewebe schmelzen kann. Ein quellfähiger Faden schließt die Nahtlöcher bei Nässe ab.

WASSERSÄULE

in mm ist die Maßzahl für Wasserdichtigkeit. Die DIN-Norm für „wasserdicht“ liegt bei 1.300 mm Wassersäule. Es ist jedoch zu beachten, dass bei realistischem Outdoor-Einsatz z. B. am Zeltboden erheblich höhere Wasserdrücke wirken können.

INfo

Das Außenzelt sollte reißfest, wasserdicht und UV-beständig sein. Hochwertige Zelte haben versiegelte Doppelnähte.

Das Innenzelt sollte atmungsaktiv und schnelltrocknend sein. Ventilationsöffnungen sorgen für zusätzliche Belüftung. Hochwertige Gewebe sind leicht und reißfest. Für warme, trockene Bedingungen kommen auch Moskitonetz-Innenzelte in Frage.

Der Boden ist der am stärksten beanspruchte Teil eines Zelts. Er ist daher aus widerstandsfähigem Material mit Polyurethanbeschichtung gefertigt. Eine hochgezogene Bodenwanne bietet optimalen Nässeschutz. Der Boden sollte eine höhere Wassersäule aufweisen als das Außenzelt. Eine zusätzliche Zeltunterlage schützt und erhöht die Haltbarkeit.

BESCHICHTUNGEN

Aluminium. Außen: verringerte Sonneneinstrahlung. Innen: Zelt heizt sich schnell auf. Relativ preiswert.

Acryl. Preiswert. Aber: löst sich relativ schnell vom Gewebe, bricht bei Temperaturen unter 0° C.

PVC. Preiswert. Aber: nicht umweltgerecht, relativ schwer, kann bei niedrigen Temperaturen brechen.

Polyurethan. Hochwertig, elastisch, dicht. Die Nähte lassen sich verkleben.

Silikon. Sehr hochwertig, elastisch, langlebig. Hervorragende Reißfestigkeit und UV-Beständigkeit.

Materialien

Nylon. Sehr leicht, reiß- und abriebfest, kann jedoch bei Nässe nachgeben. Ripstop-Nylon dehnt sich bei Nässe nur minimal und ist noch reißfester.

Polyester. Leicht, sehr reiß- und abriebfest und UV-beständig.

ZELTFORMEN

Doppeldach-Zelte bestehen aus einem wasserdicht beschichteten Außenzelt und einem atmungsaktiven Innenzelt. Feuchtigkeit entweicht durch das Innenzelt, kondensiert am Außenzelt und läuft an diesem ab. Bei richtiger Belüftung und ausreichendem Abstand zum Außenzelt bleibt das Innenzelt trocken.

GEstänge

Das Gestänge kann am Außen- oder am Innenzelt befestigt werden. Beides hat Vor- und Nachteile. Ist das Gestänge am Außenzelt befestigt, kann dieses bei Regen zuerst aufgestellt werden. Ist das Gestänge am Innenzelt befestigt, so kann man dieses an einem schönen Sommertag auch einmal alleine aufstellen.

Die Abspannpunkte müssen so angebracht sein, dass das Zelt bei Sturm nicht reißt oder Stangen brechen.

Fiberglasstangen sind sehr preisgünstig, aber relativ bruchempfindlich. Moderne Compound-Gestänge haben eine deutlich höhere Biegesteifigkeit. Sie sind daher bruchfester und dabei formstabil.

Aluminium-Legierungen sind leicht und sehr stabil. Hochwertige Gestänge haben einen Korrosionsschutz. Bei Bruch können Aluminiumstangen mit einer Reparaturhülse geschient werden.

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KUPPEL

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Zwei Gestängebögen kreuzen sich über der Zeltmitte. Das Außenzelt wird mit wenigen Heringen über dem Innenzelt befestigt. Kuppelzelte können auch ohne Abspannleinen frei stehen – ein großer Vorteil auf steinigen Böden. Durch die steilen Zeltwände ist der Innenraum fast komplett nutzbar.

GEODÄT

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Mehrere Gestängebögen kreuzen sich mehrmals, um eine möglichst perfekte Halbkugel, die stabilste Form in der Natur, zu bilden. Geodätische Zelte sind daher die erste Wahl für alle extremen Unternehmungen. Beim reinrassigen Geodät ist die Zahl der Kreuzungspunkte größer als die Zahl der eingesetzten Stangen.

TUNNEL

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Mindestens zwei parallele Gestängebögen bilden einen halbtonnenförmigen Raum. Tunnelzelte bieten von allen Zeltformen die beste Raumausnutzung. Sie sind im Verhältnis zur Größe relativ leicht. Tunnelzelte sind schnell aufzubauen und dabei mit der schmalen Seite zum Wind sehr windstabil.

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